Fachsprachenprüfung (Pflege): FAQ
↘️ Was genau ist die Fachsprachenprüfung (FSP)?
↘️ Umstellung in den Bundesländern
↘️ Müssen unsere Teilnehmenden eine FSP machen?
↘️ Was ist der Unterschied einer FSP und anderen B2-Prüfungen?
↘️ Wer meldet die Teilnehmenden an?
↘️ Wann und wo findet die Prüfung statt?
↘️ Was kostet die FSP und wer bezahlt die Prüfung?
↘️ Wer prüft und wer ist bei der Prüfung anwesend?
↘️ Sieht die FSP für jede Person gleich aus?
↘️ Wie ist der Prüfungsablauf?
↘️ Wie wird die Prüfung bewertet?
↘️ Wie können Teilnehmende sich vorbereiten?
Was genau ist die Fachsprachenprüfung (FSP)?
Die Fachsprachenprüfung prüft das Sprachniveau B2 und die Kenntnisse in der Fachsprache, also die spezifische Sprache für die Arbeit als Pflegefachkraft in Deutschland. Die Fachsprachenprüfung prüft den Fachwortschatz und den passenden schriftlichen Ausdruck (“Schreiben”) in Dokumenten, die Pflegefachkräfte in ihrem Arbeitsalltag schreiben oder verstehen müssen.
Das Ziel der Prüfung ist, dass die ausländischen Pflegefachkräfte noch besser auf die Arbeit in deutschen Gesundheitseinrichtungen vorbereitet sind.
Umstellung in den Bundesländern
Im Jahr 2019 hat daher die Konferenz der Bundesgesundheitsminister:innen entschieden, dass ab Ende 2020 ein allgemeines B2-Zertifikat oder ein Zertifikat B2 für die Pflege für die Anerkennung als Pflegefachkraft in Deutschland nicht mehr genug ist. Die Fachsprachenprüfung soll die anderen Sprachprüfungen (z. B. telc) ersetzen. Trotz Entscheidung ist dies noch nicht überall die Realität und die Bundesländer entscheiden, ab wann die Fachsprachenprüfung andere Prüfungen ablöst.
Es kann also sein, dass die Fachsprachenprüfung in einem Bundesland Pflicht ist, in einem anderen Bundesland können die internationalen Pflegefachkräfte selbst entscheiden und in anderen Bundesländern ist die Fachsprachenprüfung nicht möglich.
Müssen unsere Teilnehmenden eine FSP machen?
Die Antwort ist abhängig vom Bundesland und dem Ausstellungsdatum des Defizitbescheids (und der Entscheidung des Bundeslandes zum Stichdatum).
Im Rahmen des Anmeldeprozesses werden individuelle Prüfungsanforderungen durch Lingoda Healthcare geprüft und Gesundheitseinrichtungen entsprechend informiert.
Was ist der Unterschied einer FSP und anderen B2-Prüfungen?
Auf der Webseite des NDZ finden Sie eine Gegenüberstellung der FSP und der allgemeinen B2-Prüfung.
Wer meldet die Teilnehmenden an?
Die Fachsprachenprüfung ist Teil der zugelassenen Bildungsmaßnahme von Lingoda Healthcare.
So organisiert Lingoda für die Teilnehmenden den Erstversuch und bei Bedarf auch eine Zweitprüfung.
Hinweis: Die Fachsprachenprüfung kann komplett oder teilweise beliebig oft wiederholt werden. Lingoda organisiert in der Regel nur den Erstversuch und bei Bedarf auch den Zweitversuch.
Wann und wo findet die Prüfung statt?
Datum und Ort der Prüfung sind abhängig vom Bundesland bzw. Wohnort. Für jede internationale Pflegefachkraft wird die Prüfung individuell mit der prüfenden Schule im Bundesland geplant und Teilnehmende und Einrichtungen informiert, sobald Prüfungsdatum und -ort feststehen.
Zeitpunkt der Prüfung:Da die Prüfung ein Teil des Vorbereitungskurses mit Lingoda ist, soll sie im Zeitraum des Kurses stattfinden (= Zeitraum des Bildungsgutscheins der Agentur für Arbeit). Für die Prüfungen gibt es am Ende des Kurses die zugelassene Maßnahmepause (= Prüfungszeitraum).
Nach Möglichkeit findet die FSP am Kursende und vor der Staatlichen Kenntnisprüfung statt. Abweichungen sind möglich, da die Umsetzung abhängig ist von freien Terminen in den Prüfungszentren vor Ort.
Was kostet die FSP und wer bezahlt die Prüfung?
Die Erstprüfung ist über die Förderung der Agentur für Arbeit (Bildungsgutschein) finanziert.
Kosten für eine Zweitprüfung (Organisation durch Lingoda) werden der Gesundheitseinrichtung in Rechnung gestellt.
Eine Fachsprachenprüfung kostet erfahrungsgemäß bis 350,00 €. Hier entscheidet aber jede Schule individuell.
Wer prüft und wer ist bei der Prüfung anwesend?
In der Prüfung sind zwei Prüfer:innen anwesend:
- Ein:e Prüfer:in mit Hintergrund als Sprachlehrkraft
- Ein:e Prüfer:in mit Hintergrund in einem medizinischen/ pflegerischen Beruf
Sieht die FSP für jede Person gleich aus?
Ja, der Prüfungsablauf ist für jede Person gleich. Die Prüfungssituationen bzw. Aufgaben können aber unterschiedlich sein.
Wie ist der Prüfungsablauf?
Die FSP ist in drei Teile aufgeteilt. Jeder Teil ist ein Szenario.
- Teil 1: Ein Gespräch mit einem Pflegeempfänger/ einer Pflegeempfängerin
- Die Sprachlehrkraft ist der Gesprächspartner/ die Gesprächspartnerin für den/die Teilnehmende.
- Teil 2: Ein Gespräch mit einem Angehörigen eines medizinischen Berufs (z. B. eine andere Pflegefachkraft, ein Arzt bzw. eine Ärztin oder einem Therapeut / einer Therapeutin
- Die Person mit medizinischem/pflegerischen Hintergrund ist der Gesprächspartner/ die Gesprächspartnerin für den/die Teilnehmende.
- Teil 3: Erstellen eines typischen Schriftstücks in der Pflege (z. B. eine Pflegeplanung, ein Eintrag in der Patientenakte, eine berufliche E-Mail)
Wie wird die Prüfung bewertet?
Beide Prüfer:innen bewerten die fachsprachlichen Fähigkeiten der Teilnehmenden.
- Bewertet wird die (fach)sprachliche Korrektheit der Aussagen.
- Nicht bewertet wird die fachliche Korrektheit der Aussagen. Fachliche Fehler haben keinen Einfluss auf das Prüfungsergebnis.
Wie können Teilnehmende sich auf die Prüfung vorbereiten?
- Vorbereitung mit Lingoda: Die Inhalte der Lingoda Kurse für internationale Pflegefachkräfte bereiten bereits optimal auf die Fachsprachenprüfung vor. Besonders der Teil “Vorbereitung auf den Prüfungsdialog” am Ende des Kurses ist die gezielte Vorbereitung auf die Fachsprachenprüfung. Die Teilnehmenden lernen hier im Live-Unterricht und Selbststudium.
- Möglichkeiten im Arbeitsalltag nutzen:
- Gespräche mit Pflegeempfänger:innen und Kolleg:innen
- Anfertigung von Texten zur Planung und Dokumentation von Pflegeprozessen
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Zusatzmaterialien: Materialsammlung Pflege im Internet
Stand von 16.03.2026. Änderungen vorbehalten.