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Besonderheiten Physio: Praktikumsplanung

Die Informationen auf dieser Seite ergänzen die allgemeinen FAQ zur Kenntnisprüfung internationaler Physiotherapeut:innen. Zum Artikel!

Ausgangssituation:

Gemäß individuellem Feststellungsbescheid/ Defizitbescheid müssen in der praktischen Kenntnisprüfung internationaler Physiotherapeut:innen bis zu 7 Versorgungsbereiche abgedeckt werden.

Auswirkung auf die Kenntnisprüfung:

Bei der mündlichen Prüfung handelt es sich unabhängig von der Anzahl der im Feststellungsbescheid genannten Versorgungsbereiche weiterhin um eine Prüfung, welche i. d. R. in einer staatlich anerkannten Physiotherapie-Schule oder einer vergleichbaren Einrichtung im Bundesland des Anerkennungsverfahrens stattfindet.

Komplexität entsteht bei der praktischen Prüfung, denn jeder der im Feststellungsbescheid genannten Versorgungsbereiche muss in der praktischen Prüfung abgeprüft werden.

Es kann also vorkommen, dass die praktische Prüfung in bis zu 7 verschiedenen Einrichtungen stattfinden muss.

Wichtig: Sollten die prüfungsrelevanten Versorgungsbereiche in der eigenen Gesundheitseinrichtung nicht vorhanden sein, empfehlen wir zur optimalen Prüfungsvorbereitung dringend die Organisation eines Praktikums. Details erhalten Sie weiter unten in diesem Dokument.

Wir von Lingoda Healthcare prüfen aktuell die Möglichkeiten, die Komplexität und den Planungsaufwand zu reduzieren. Sobald uns dazu konkrete Informationen vorliegen, teilen wir diese auch umgehend mit Ihnen.

Wer organisiert die Orte zur Umsetzung der praktischen Prüfung?

Abstimmung mit anderen Gesundheitseinrichtungen liegt hauptsächlich beim Arbeitgeber der internationalen Physiotherapeut:innen. Ggf. besteht hier die Möglichkeit, auf Einrichtungen/ Filialen des eigenen Verbunds oder auch bereits bestehende Netzwerke (Krankenhäuser, Reha-Kliniken) zurückzugreifen.

Unterstützung bei der Prüfungsplanung erhalten Gesundheitseinrichtungen von der Prüfungskoordination von Lingoda Healthcare.

Praktikumsplanung:

Welches Ziel verfolgt ein Praktikum?

Ziel des Praktikums ist die bestmögliche Vorbereitung auf die praktische Kenntnisprüfung. Idealerweise stimmen Praktikums- und späterer Prüfungsort überein, sodass sich die Teilnehmenden gleichzeitig bereits mit dem Prüfungsort vertraut machen können, was den Prüfungsstress reduzieren kann.

Wer ist für die Planung zuständig?

Die Organisation des Praktikums liegt beim Arbeitgeber der internationalen Physiotherapeut:innen.

Wie viele Praktika müssen die Teilnehmenden machen? Wie lang sollte ein Praktikum dauern?

Die Anzahl der Praktika ist abhängig von der Anzahl der im Feststellungsbescheid geforderten Versorgungsbereichen bzw. Diagnosen. Darüber hinaus gibt es keine fest vorgeschriebene Mindestdauer. Dauer und Umfang des Praktikums sind vielmehr abhängig von der Anzahl der geforderten Versorgungsbereiche, der individuellen Schulungsbedarfe der Teilnehmenden und den Möglichkeiten, Versorgungsbereiche in einem Praktikumsbetrieb zu bündeln (Mehr dazu Seite 3).

Bisherige Erfahrungswerte zeigen, dass Praktika eine Länge von 1-3 Wochen haben sollten. Optimal wären 2 Wochen.

Wann kann das Praktikum stattfinden?

Das Praktikum kann flexibel durch den Arbeitgeber außerhalb der Kurstage und Unterrichtszeiten geplant werden. Abwesenheiten durch Praktika sind keine entschuldigten Abwesenheiten gemäß Vorgaben der Agentur für Arbeit.

Ersetzt ein Praktikum das Praxistraining anhand der Praxisaufträge?

Grundsätzlich können Praktikum und Praxistraining mit den Praxisaufträgen von Lingoda Healthcare kombiniert werden. Dies ist vor allem zu empfehlen, wenn dadurch die praktische Umsetzung anstelle von Simulation oder theoretischer Unterweisung ermöglicht wird.

Unabhängig davon sind die Bearbeitungsfristen gemäß Modul- und Ablaufplan weiterhin einzuhalten und die fristgerechte Bestätigung der Teilnehmenden in ihren Benutzerkonten auf der Lernplattform notwendig, damit die Anwesenheiten auch in diesen Stunden lückenlos dokumentiert sind.

Welche Alternativen zum Praktikum gibt es bzw. welche Möglichkeiten, Versorgungsbereiche zu bündeln?

Wenn die Organisation des Praktikums bzw. der Praktika nicht möglich ist, dann sollten Patient:innen in einer Nebendiagnose in dem fachfremden Gebiet (Nachweis Rezept) behandelt worden sein.

Beispiel: Der Teilnehmende ist in einer Einrichtung mit Orthopädie/Chirurgie oder Reha. Laut Feststellungsbescheid muss die Prüfung in der Gynäkologie abgelegt werden. Wenn kein Praktikum in der Gynäkologie möglich ist, dann müssen Patient:innen mit einer gynäkologischen Nebendiagnose (z. B. Inkontinenz, Beckenbodendysfunktion etc.) behandelt worden sein. Diese Nebendiagnose muss schriftlich nachgewiesen werden, beispielsweise über ein Rezept oder gegen eine Unterschrift.


Stand von 15.07.2026. Änderungen vorbehalten.